Filmfest München 2015

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Cineasten konnten an den vergangenen heißen Tagen in die klimatisierten Kinosäle von München fliehen. Denn von 25. Juni bis 4. Juli fand dort das 33. Filmfest statt und verzeichnete einen neuen Rekord von über 80.000 Besuchern. Unter dem Thema „Grenzüberschreitungen“, welche geografisch, kulturell und ästhetisch zu verstehen sind, wurden 179 Filme aus 54 Ländern gezeigt.

Einer der Gewinnerfilme war am Ende Cavalo Dinheiro von Pedro Costa über die portugiesische Kolonialgeschichte, der im Wettbewerb um den besten internationalen Film den ARRI/Osram Preis bekam. An Sleeping Giant von Andrew Cividino über einen Familienurlaub wurde der CineVision Award als bester internationaler Nachwuchsfilm verliehen. In der Reihe „Neues deutsches Kino“ gewann das Filmdebüt Schau mich nicht so an der Regisseurin Uisenma Borchu über eine Ménage-à-trois den FIPRESCI Preis. Der Bayern 2/SZ Publikumspreis ging an Projekt A von Moritz Springer und Marcel Seehuber.

 

Geehrt wurden außerdem der Schauspieler Rupert Everett und der Regisseur Jean-Jacques Annaud mit dem CineMerit Award sowie Alexander Payne mit einer Retrospektive. Gezeigt wurden auch Dokumentarfilme u.a. über Amy Winehouse und Gustl Mollath und für die jungen Filmfreunde gab es eigens ein Kinderfilmfest. Der Abschlussfilm Das Märchen der Märchen von Matteo Garrone wurde bereits auf dem diesjährigen Filmfestival in Cannes gezeigt.

Ein Highlight des Filmfestivals war die Hommage an Andy Warhol unter dem Titel Yes!Yes!Yes! Warholmania in Munich. Dieser war auch als Regisseur tätig, weshalb einige seiner Filme gezeigt wurden. Dazu findet bis 18. Oktober eine begleitende Ausstellung im Museum Brandhorst statt, wo erstmals dessen gesamte Bestände von über 100 Werken des Künstlers gezeigt werden.

(Bildquelle: © Filmfest München)