Sommerbühne: Lustspielhaus Wien 2015

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Im Lustspielhaus in Wien zeigt man auch heuer wieder wie lustig der Sommer sein kann. Adi Hirschal, der künstlerische Leiter des Sommertheaters in der Freyung, holte sich zum siebten Mal in Folge den Schriftsteller und Wortspieler Franzobel an die Seite. Doch nix da vom verflixten siebten Jahr. Lustig wars und gescheit! Franzobel, der sich selbst als Ferialpraktikant vom Lustspielhaus bezeichnet, transformierte Shakespears Hamlet ins Wienerische und das mit viel Schmäh, Wortwitz und etwas Gesellschaftskritik. Franzobel, regelmäßig im Zsolnay Verlag publizierend, sorgt heuer auch mit einem Kriminalroman für Aufsehen, Wiener Wunder, heißt das Werk.

Die Besetzung aus bekannten und weniger bekannten Gesichtern füllt die Sommerbühne mühelos. Frisch wirkt die Inszenierung und Originell. Und Gott sei Dank darf eine Komödie alles, alles das was eine Tragödie nicht darf. So kommt es, dass zum Beispiel längst tote Figuren ihre Hand zum Mittelfinger heben. Ein versöhnliches Ende darf beim Sommertheater natürlich nicht fehlen. Der Geist des toten Vaters vom Hamlet zeigt Mitgefühl und lässt die verstorbenen, hauptsächlich ermordeten Figuren wieder auferstehen. (Sylvia Haider, Carola Pojer, Robert Finster, Christian Futterknecht, Peter Lodynski, Fridolin Meinl)

Bis Ende August ist Hamlet noch zu sehen, wobei neben dem Hauptprogramm auch Gaststücke und Konzerte gezeigt werden. Das Programm des Lustspielhauses finden Sie hier: http://www.wienerlustspielhaus.at/spielplan

Bildquelle: http://www.wienerlustspielhaus.at/presse/galerie-downloads