Vorschau: Filmfest München 2017

In einer Woche startet das größte Sommer-Filmfestival Deutschlands. Von 22. Juni bis 1. Juli werden auf dem 35. Filmfest München 180 Filme aus 60 Ländern gezeigt, darunter 120 Deutschlandpremieren und 45 Weltpremieren. Der Film Un Beau Soleil Intérieur der französischen Filmemacherin Claire Denis mit Juliette Binoche in der Hauptrolle eröffnet das Filmfestival am Donnerstagabend. Eine Hommage sowie den CineMerit Award erhält Bryan Cranston. Im Programm gezeigt werden Teile der beiden Erfolgsserien Malcom Mittendrin und Breaking Bad, in denen er zwei grundverschiedene Familienväter mimt. Mit einer Retrospektive geehrt wird die Regisseurin Sofia Coppola. Längst ist sie aus dem Schatten ihres berühmten Vaters Francis Ford Coppola getreten. Das beweisen ihre Filme The Virgin Suicides, Lost in Translation, Marie Antoinette, The Bling Ring und ihr neuestes Werk Die Verführten. All jene sind auf dem Festival zu sehen. Eine weitere Hommage wird dem deutschen Regisseur und Drehbuchautor Reinhard Hauff zuteil.

Filmfest_München_2017

Zwölf Filme laufen im Wettbewerb CineMasters, darunter der Eröffnungsfilm Un Beau Soleil Intérieur, Coppolas Die Verführten sowie Happy End des österreichischen Großmeisters Michael Haneke. Der beste internationale Film wird am Ende mit dem ARRI/Osram Award ausgezeichnet. Zwölf weitere Filme konkurrieren um den CineVision Award. Die Preise werden jeweils von einer dreiköpfigen Jury vergeben. Weitere Filme außerhalb des Wettbewerbs präsentieren die Reihen Spotlight und International Independents. Deutsche Werke stehen im Fokus bei Neues Deutsches Kino, Neues Deutsches Fernsehen und Neue Deutsche Serie. Nachwuchs-Cineasten kommen beim Kinderfilmfest auf ihre Kosten. In der Reihe Oper Air – Loud and Famous können neun Konzertfilme unter freiem Himmel genossen werden, darunter Janis Joplin, The Doors, Bob Marley und Neil Young. Die Sektion Light! Camera! Action! beleuchtet legendäre Filmemacher wie Alfred Hitchcock und David Lynch und deren ganz persönliche Handschrift.

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Plakat: © Filmfest München