Film: Gauguin – Reise nach Tahiti

Grünbewachsene Berge, hohe Wasserfälle, glasklares Wasser, unberührte Natur – davon träumte Paul Gauguin mitten im lauten Paris. Kein Gesicht, keine Landschaft wollte er hier noch malen. Stattdessen sehnte er sich nach dem einfachen Leben: fischen, ernten, jagen und malen – mehr brauchte er nicht. Seine Künstlerfreunde konnte er mit seinem Fernweh nicht anstecken. Auch seine Frau wollte ihn mit den fünf Kindern nicht bis ans Ende der Welt begleiten. Doch Paul Gauguin war ein Getriebener, er konnte nicht anders als seinen Sehnsüchten nachgeben. Das Biopic Gauguin – Reise nach Tahiti von Edouard Deluc porträtiert den französischen Maler während seiner Zeit auf der Südseeinsel von 1891 bis 1893 als eine Adaption des Buches „Noa Noa“.

Paul Gauguin (Vincent Cassel) ist beeindruckt von der exotischen Schönheit Tahitis. © STUDIOCANAL Home Entertainment

An seinem Sehnsuchtsort angekommen, muss Gauguin bald feststellen, dass seine Vorstellung vom einfachen Leben auf Tahiti und die Realität weit voneinander entfernt liegen. Auch hier muss er Geld verdienen, um sich und seine neue Frau ernähren zu können. Auch hier erweist sich seine Malerei als brotlos. Er muss anderweitig Geld verdienen, wodurch kaum noch Zeit für seine Passion bleibt. Und auch Gauguins Gesundheitszustand verschlechtert sich zusehends. Auch im Paradies kann er vor seinen Problemen nicht weglaufen. Dennoch findet er auf Tahiti das, wonach er gesucht hat: das Archaische, das Ursprüngliche, das kindliche Menschsein. Und genau das bringt er auf die Leinwand. Der ersehnte Welterfolg wird ihm allerdings erst posthum zuteil. Trotz allen Leides, das er ertragen musste, verliert Gauguin nie den Glauben an sich selbst. Er weiß: „Ich bin ein Kind. Ich bin ein Wilder. Ich bin ein großer Künstler“, und das lebt er, solange er kann.

Die Eingeborene Tehura (Tuheï Adams), die Gauguin zu seiner Muse und Modell seiner Gemälde macht. © STUDIOCANAL Home Entertainment

Paul Gauguin (Vincent Cassel) mit seiner jungen Frau Tehura (Tuheï Adams) im Dschungel. © STUDIOCANAL Home Entertainment

Der Film Gauguin – Reise nach Tahiti zeigt Gauguins wichtigste Schaffensperiode. Seine farbenfrohen, dem Primitivismus zugeordneten Werke bereiteten den Weg für den Expressionismus und prägten die europäische Malerei maßgeblich. Vincent Cassel spielt mit Hingabe einen innerlich zerrissenen Mann zwischen tiefem menschlichen Leid, Gier nach Anerkennung, Konkurrenzkampf, Scheitern, Obsession und kindlicher Lust am Leben. Weniger stehen die Werke im Vordergrund als der Mensch Gauguin und dessen ambivalenter Charakter vor beeindruckender exotischer Kulisse.

 

Der Film Gauguin – Reise nach Tahiti ist bei STUDIOCANAL auf DVD und Blu-ray erschienen.

– Ein kostenloses Presseexemplar wurde uns freundlicherweise von Entertainment Kombinat zur Verfügung gestellt. –

http://www.gauguin-film.de

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