Vorschau: Filmfest München 2018

Vom 28. Juni bis 7. Juli ist the place to be in München wieder der dunkle Kinosaal, wenn das 36. Filmfest mit insgesamt 220 Filmen aus 43 Ländern, darunter 133 Deutschlandpremieren und 43 Weltpremieren aufwartet. Eröffnet wird das Filmfest von Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm am Donnerstagabend. Das Kinofilmdebüt mit Starbesetzung von Joachim A. Lang interpretiert Bertolt Brechts Bühnenklassiker grundlegend neu. Darin kämpft der von künstlerischem Idealismus getriebene Dramatiker gegen die Filmindustrie, die seinen Welterfolg kommerziell ausschlachten will.

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Im Wettbewerb CineMasters treten zehn etablierte Filmemacher gegeneinander an. Zwei Beiträge sind bereits preisgekrönt: Shoplifters von Hirokazu Kore-eda, der die Goldene Palme in Cannes gewann, und Glücklich wie Lazzaro von Alice Rohrwacher, die sich in Cannes über den Preis für das beste Drehbuch freuen durfte. Im Wettbewerb CineVision zeigen zehn Newcomer ihr Können, darunter der schwedische Regisseur Ali Abbasi, der mit seinem Film Borders in der Reihe Un Certain Regard in Cannes überzeugte.

Mit dem CineMerit Award werden in diesem Jahr zwei Persönlichkeiten ausgezeichnet: die britische Schauspielerin und Drehbuchautorin Emma Thompson sowie der Monty Python-Mitbegründer Terry Gilliam. Der deutsche Regisseur Philip Gröning wird mit einer Hommage geehrt und der argentinischen Filmemacherin Lucrecia Martel wird eine Retrospektive gewidmet.

Deutsche Produktionen werden wieder in den Programmreihen Neues Deutsches Kino, Neues Deutsches Fernsehen und Neue Deutsche Serien gezeigt. Die kleinen Cineasten kommen beim Kinderfilmfest auf ihre Kosten. „Faust aufs Auge“ lautet das Motto der Open-Air-Reihe, die ganz im Zeichen von Boxfilmen steht. Anlässlich seines 100. Geburtstags wird der große schwedische Drehbuchautor, Film- und Theaterregisseur Ingmar Bergman in der Sektion Light! Camera! Action! geehrt.

artistique ist vor Ort und begibt sich auf die Suche nach Filmschätzen. Folgt uns auf Twitter, Facebook und Instagram.

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Plakat: © Filmfest München 2018

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