Filmfest München 2018: Die Preisträger

Alle feiern Shoplifters: Das Familiendrama von Hirokazu Kore-eda konnte nicht nur in Cannes überzeugen, sondern auch beim Münchner Filmfest und gewinnt den Hauptpreis, den ARRI/Osram Award. Dieser und weitere Preise wurden am Samstag bei der Preisverleihung vergeben, mit der das 36. Filmfestival endete. Zum Abschluss wurde der Science-Fiction-Thriller Anon von Regisseur Andrew Niccol gezeigt.

plakat2018_filmfestmuenchen

 

„In seinem Film Shoplifters bricht Hirokazu Kore-eda die kleinste Zelle der Gesellschaft, die Familie, auf, so dass sie sich selbst neu sortieren und erfinden kann.“ Dadurch mache der Film vor allem eins: Hoffnung, so die Jurybegründung. Der japanische Beitrag setzte sich gegen neun Konkurrenten in der Reihe CineMasters durch. Der CineVisions Award für den besten internationalen Nachwuchsfilm ging an Border von Ali Abbasi. Der Film sei verstörend, weil er unsere Überzeugungen, was schön, normal, zärtlich und ungeheuerlich ist, infrage stelle, hieß es vonseiten der Jury. Zehn Beiträge von Nachwuchs-Filmemachern standen im Wettbewerb.

 

Alles ist gut von Eva Trobisch gewann den FIPRESCI-Preis. Auf intelligente Weise erzähle der Film „die Geschichte einer Frau, die eine traumatische Erfahrung durchleben muss und in einen Strudel zunehmend komplexer Ereignisse gerät“, begründete die Jury. Der Bayern 2 und SZ Publikumspreis ging an den Film Wackersdorf von Oliver Haffner. Den Kinderfilmfest-Publikumspreis bekam dieses Jahr 100% Coco von Tessa Schram. Den ONE-FUTURE-PREIS, verliehen von der Interfilm-Akademie, erhielt der Film A Letter to the President von Roya Sadat.

http://www.filmfest-muenchen.de/de/

Plakat: © Filmfest München 2018

Werbeanzeigen