Berlinale 2019

Am Sonntag ging nicht nur die diesjährige Berlinale zu Ende, sondern mit ihr auch eine ganze Ära: Die Ära des Dieter Kosslick. Nach 18 Jahren war es die letzte Berlinale des Festivaldirektors. Zum Abschied gab es auf den 69. Internationalen Filmfestspielen Berlin Tränen, aber auch herausragende Filme zu sehen. 16 Filme traten in den Wettbewerb. Den Goldenen Bären heimste eine israelisch-französische Koproduktion ein.

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Die Gewinner im Überblick:

  • Goldener Bär für den besten Film

Synonymes von Nadav Lapid

  • Silbener Bär Großer Preis der Jury

Gelobt sei Gott von François Ozon

  • Silbener Bär Alfred-Bauer-Preis

System Crasher von Nora Fingscheidt

  • Silbener Bär für die beste Regie

Angela Schanelec für Ich war zuhause, aber

  • Silbener Bär für die beste Darstellerin

Yong Mei in So Long, My Son von Wang Xiaoshuai

  • Silbener Bär für den besten Darsteller

Wang Jingchun in So Long, My Son von Wang Xiaoshuai

  • Silbener Bär für das beste Drehbuch

Maurizio Braucci, Claudio Giovannesi und Roberto Saviano für Piranhas von Claudio Giovannesi

 

Film-Tipp:

Der deutsche Wettbewerbsbeitrag Der Goldene Handschuh von Fatih Akin nach dem gleichnamigen Bestseller von Heinz Strunk ging zwar leer aus, sorgte aber für reichlich Gesprächsstoff und Kritik. Der Film ist ein Porträt über den Serienmörder Fritz Honka, der in den 70er Jahren in St. Pauli vier Frauen umbrachte. Es ist ein ekelerregender Horror-Thriller geworden, der sehr nah am Protagonisten ist, die Erklärung für seine brutalen Taten aber außen vor lässt. Ein Film, der sicher niemanden kalt lässt.

 

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