Filmfestival Cannes 2019

Bei den 72. Filmfestspielen von Cannes meldeten sich gleich mehrere Altmeister wie Quentin Tarantino, Jim Jarmusch, Terrence Malick und Pedro Almodóvar zurück. Die Jury unter Vorsitz des mexikanischen Filmemachers Alejandro González Iñárritu musste sich zwischen 21 Wettbewerbsbeiträgen entscheiden. Wie schon im Vorjahr ging die Goldene Palme erneut nach Asien. Im gesellschaftskritischen Film Parasite lässt der südkoreanische Regisseur Bong Joon-ho zwei Welten aufeinander prallen: die der Reichen und die der Armen.

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© FDC / Philippe Savoir (Filifox)

 

Der Eröffnungsfilm stammte von Jim Jarmusch. In seiner Horrorkomödie The Dead Don’t Die lässt er die Zombies tanzen. Im Los Angeles der 1960er Jahre ist Once Upon a Time… In Hollywood von Quentin Tarantino verortet. Darin versucht ein TV-Westernstar in der Filmbranche Fuß zu fassen, während die Morde der Anhänger von Sektenführer Charles Manson die Stadt erschüttern. Pedro Almodóvar erzählt in Leid und Herrlichkeit die autobiografisch geprägte Lebensgeschichte eines alternden Filmregisseurs. Terrence Malicks Film Ein verborgenes Leben handelt hingegen von der tragischen Lebensgeschichte des österreichischen Kriegsdienstverweigerers Franz Jägerstätter. Mit von der Partie war außerdem der junge kanadische Filmemacher Xavier Dolan. In dessen Beitrag Matthias und Maxime kommen sich die Protagonisten bei einem Filmdreh näher und entwickeln Gefühle füreinander.

Die Gewinner im Überblick:

  • Goldene Palme für den besten Film
    Parasite von Bong Joon-ho
  • Großer Preis der Jury
    Atlantique von Mati Diop
  • Preis der Jury
    Bacurau und Les Misérables
  • Bester Darsteller
    Antonio Banderas in Leid und Herrlichkeit von Pedro Almodóvar
  • Beste Darstellerin
    Emily Beecham in Little Joe von Jessica Hausner
  • Beste Regie
    Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne für Young Ahmed
  • Bestes Drehbuch
    Céline Sciamma für Portrait de la jeune fille en feu

 

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